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Ausblick

In den drei vorgestellten Modellen wurden unendliche Sorten vernachl"assigt. Ihre Integration ist aber in allen F"allen durch kleine Modifikationen m"oglich.

Das Problem von Modell_1und Modell_2besteht darin, das Behauptungswissen vom Sortenwissen abzugrenzen, damit eine effiziente Benutzung der Sorten erreicht werden kann. Erlaubt man nun auch unendliche Sorten, die durch Regeln beschrieben werden, kann man auch diese zus"atzlichen, sortenbeschreibenden Regeln vom Behauptungswissen trennen.

Beispiel: $even
Die Sorte der geraden, ganzen Zahlen wird beschrieben durch:
even(X : $integer) :- Y is div(X, 2), Y is $integer.

Will man eine Auszeichnung der unendlichen Sorten erreichen, sollte das in Modell_1durch Einf"uhrung eines weiteren ausgezeichneten second-order Pr"adikates zum bisherigen subsumes(Sorte, Sorte) f"ur die Taxonomiebeschreibung und in Modell_2durch weitere Partitionierung der Sortbase (in z.B. tbase [taxonomisches Wissen] und abase [assertionales Wissen]) erfolgen. In Modell_3mu"s man zus"atzlich f"ur unendlichen Sorten die internen Datenstruktur erweitern.

Beispiel:


((sorte1 (SUBSUMES ..) (EXT-INDIVIDUALS ..) (INT-INDIVIDUALS ..)
         (SUBSUMES* ..) (EXT-INDIVIDUALS* ..) (INT-INDIVIDUALS* ..))
 (sorte2  ...)
  .  .  .)
Dabei sind in der EXT-INDIVIDUALS-Liste (extensional beschriebene Instanzen) wie bisher die direkt angegebenen Individuen und in der INT-INDIVIDUALS-Liste (intensional beschriebene Instanzen) die neuen, durch Regeln beschriebenen Individuen bzw. die Pr"adikatnamen der beschreibenden Regeln aufgelistet. Analog zu der bisherigen Datenstruktur ist dann die EXT-INDIVIDUALS*-Liste bzw. INT-INDIVIDUALS*-Liste die transitive, reflexive H"ulle zu EXT-INDIVIDUALS bzw. INT-INDIVIDUALS. Man beachte, da"s eine Taxonomie mit unendlichen Sorten nicht auf Vollst"andigkeit "uberpr"uft werden kann. Die GLB-Berechnung bliebe unver"andert und der Test, ob ein Individuum zu einer Sorte geh"ort, m"u"ste um den Test, ob das Individuum zu einer unendlichen Sorte geh"ort, erweitert werden. Es m"u"ste also das Individuum auf das Pr"adikat, das die unendliche Sorte beschreibt, angewandt werden.

Eine Aufgabe der Exploration im Sinne von VEGA k"onnte darin bestehen, aus extensionalen Beschreibungen die zugeh"orige Sorte (falls existent) zu finden (z.B. durch nicht verallgemeinernde Antiunifikation). In der jetzigen Implementierung der Sorten wird z.B. die Unifikation einer endlichen Dom"ane mit einer Sorte auf Basis der Individuen durchgef"uhrt. Das Ergebnis einer solchen Unifikation ist nat"urlich extensional. W"unschenswert ist es aber, eine intensionale Beschreibung zu erhalten, falls sie existiert.

Die hier verwendeten Sorten sind lediglich eine strukturierte Zusammenfassung von Individuen, wie sie z.B. ein KL-ONE-Classifier liefert, dabei wird auf eine vorausgehende Beschreibung der Eigenschaften der Sorten verzichtet. Beschreibt man Sorten nicht extensional, wie bisher, sondern intensional durch die charakteristischen Attribute erh"alt man rekord-"ahnliche Datenstrukturen (Feature-Typen). Zu "uberlegen ist, ob die Sorten zu Feature-Typen erweitert werden sollen.F"ur solche Typen, die nicht nur durch die Sortenkonstante (Namen), sondern zus"atzlich durch Eigenschaften definiert werden, werden eine Deklaration und ein Typ-Checker notwendig, die bisher bei den einfachen Sorten nicht ben"otigt wurden. Vorteilhaft ist die Zuordnung von Eigenschaften, die nicht mehr extensional jedem Objekt, sondern auch intensional der Sorte zugeordnet werden k"onnen. Wird eine Eigenschaft f"ur einen Typ definiert, wird diese Eigenschaft an alle ,,subsumierten `` Typen vererbt, ohne da"s sie f"ur diese ,,subsumierten `` Typen definiert sein mu"s.

Weiter ist zu "uberlegen, ob die hier beschriebene Taxonomie zu einer Terminologie, wie sie durch KL-ONE-artige Sprachen realisiert wird, erweitert werden soll [Ric89] [BBH90]. Dazu geh"ort u.a. :



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Harold Boley & Victoria Hall (hall@dfki.uni-kl.de)