Der weitreichende Aufgabenbereich des Wissensmanagement, der ureigen informatische und informationstechnische Probleme umfasst, ebenso wie beispielsweise arbeitspsychologische, betriebswirtschaftliche, technologische und firmenstrategische Fragen, lässt sich folglich mit Ontologien hervorragend bearbeiten. Es ist in der Industrie und anderen Organisationen sogar häufig zu beobachten, dass Arbeitsgruppen auf ontologische Fragestellungen angesetzt werden, ohne dass die Beteiligten ahnen, dass es sich um Fragen handelt, die von der ontologischen Forschung beantwortet werden können.
Inhaltliche Schwerpunkte: Wissensmanagement, Modellierung (d.h. Abbildung von Domänen in Modellstrukturen), Ontologien (in der industriellen Projektrealität umfasst das auch sehr viele der XML basierten Standards)
Tätigkeiten: Entwicklung innovativer Projektideen, Akquisition von Projektkonsortien und Fördergeldern, Key-Accounting, Industrieconsulting, verantwortliche, meist leitende Durchführung von nationalen und internationalen Projekten, Durchführung von Workshops mit wissenschaftlichem sowie auch industriellem Zielpublikum
Entwicklungswerkzeuge: Meetings, Skype, Powerpoint, Word, Latex, Ontologie-Editoren (Protege, Information Integrator Studio)
Besondere Interessen: User-centered und Problem-centered Design, Human Computer Interfaces (Wissensvisualisierung), Security, Pervasive Computing, Usability, Quality of Software, Philosophy of Computing and Information, Ökonomie der Information, Cognitive Science
Weiteres:BRITE Business Register Interoperability Throughout Europe (EU Projekt): Modellierung der Geschäftsprozesse und der Domäne der Europäischen Handelsregister, sowie kooperatives Design eines zentralen SOA Systems, zur Herstellung der Interoperabilität und damit Conformance (Stichwort: EU Direktiven) der europäischen Prozesse und IT Systeme. 20 Partner, strategische Manipulationen am Kerngeschäft, sehr verschiedene (eGovernment) Kulturen, consulting- und reiseintensiv.
Contigo (Innovations Projekt im Auftrag der Deutschen Telekom, T-Systems, Darmstadt und T-Labs, Berlin): Entwicklung einer innovativen Idee, Consulting notwendiger KI Matchmaking Methoden, Softwareentwicklung --- Moderne Handies speichern Daten, die sie auch mit anderen Handies austauschen und damit interessante Mehrwerte erzielen können. Ein erster wesentlicher Erfolg einiger Jahre Projektkooperation ist der Telekom Spin Off www.myqiro.de. 4 Partner, Großkonzern, Telekommunikation, marktorientiert
INKASS (EU Projekt): Analyse der Domäne des Handelns von Wissen, d.h. Modellierung von Wissensgütern deren "Verpackung", Wertabschätzung, Nachfrage und Austauschs und Implementierung eines industriell erhältlichen Systems (sowie eines entsprechenden Consulting KnowHows) zum Vorhalten und Vertreiben von Wissensgütern. Britische und griechische Anwenderpartner, sowie griechische Projektleitung, Schweizer Technologiemanagement Forschungsinstitut, Bertelsmann-Tochter.
RISE Reuse im Software Engineering (bmbf Projekt): Der Reuse von Wissen (Code, Methoden, Dokumentation, ...) ist ein altbekanntes Problem im Software Engineering. Vorhandene Vorgehensmethodiken waren zu aufwändig für die vielen kleineren und mittleren Software entwickelnden Unternehmen, die maßgeblich die deutsche Software-Szene prägen. RISE war ein früher Wegbereiter, Social Software ins Business zu bringen, die Lernkultur von Teams mit (inzwischen ganz selbstverständlich allerorten verwendeten) Wikis zu begünstigen, die Freude an der Arbeit bewußt zum Ziel zu erklären (Schlagwort: "-Ofun"), und gleichzeitig moderne, semantische Methoden zu nutzen.
T-KEM (Industrie-Consulting): Zur Kultivierung von organisationalen Vorkehrungen sowie der Entwicklung eines Portfolios an IT-Instrumentarium für das unternehmensinterne, ontologiebasierte Wissensmanagement wurde unser KnowHow von Ansätzen, Technologien und Tools in der Form klassischen Consultings eingekauft.
Layout Inference (Industrie Projekt mit Japan): Das Arrangieren von Text und Abbildungen (allgemein: Informationselementen) auf Dokumentseiten ist eine hohe Kunst. Einige Kriterien, die das menschliche Auge bewusst und unterbewusst an die Ästhetik von Layouts stellt, sind jedoch der (neueren) Forschung durchaus bekannt. Wir haben einen Inferenzmechanismus zusammengestellt und implementiert, der aus beliebigen Elementen ästhetische Layouts erzeugt.
VES (bmbf Projekt): Zur Visualisierung eines schlagenden menschlichen Herzens wurde eine Ontologie des Herzens entwickelt. Aus ihr kann ein detailliertes Modell sowohl für ein gesundes als auch für ein erkranktes Herz automatisch berechnet und Ultraschallbilder für die Ausbildung von Kardiologen erzeugt werden.
@dVisor (bmbf Projekt): Wir haben den innovativen Neuansatz entwickelt und erfolgreich implementiert, auf den Vorzügen der hochentwickelten Symbiose des Menschen mit seinem Schreibtisch aufzubauen, d.h. effektive Arbeitsmethoden die der Schreibtisch erlaubt, auf den Computer zu übertragen. Natürlich nicht, ohne anschließend zusätzlich die Möglichkeiten des Rechners auszunuten, d.h. einerseits Such-, Sortier und sonstige Informationsfunktionen, andererseits Virtual Reality Elemente. Dieser Ansatz brach mit der Tradition, am Computer-Desktop anzusetzten und ihn weniger schlecht zu machen.
AcKnowNet (EU Projekt): Machbarkeitstudie über eine Kombination eines netzwerk-basierten Reasoning-Systems mit einem Werkzeug zur Informations Extraktion aus Text der beiden industriellen Partner, tupai und CognIT. Versicherungen arbeiten mit Informationen über Erdbeben, um daraus Risiko-Analysen abzuleiten. Langzeitziel von AcKnowNet war, ein ''lesendes-Reasoning-System'' bereitzustellen, das den Wissensanreicherungs- und Erhaltungs-Prozess unterstützt.
Anträge: GABRIEL "Generic Architecture for BRoadband Integrated E-Learning" (EU-IP zur Einführung von Wissensmanagement Methoden in das E-Learning), PRIDE "Progress in Research and Innovation for Digitising in Europe" (EU-IP mit dem Ziel Dokumentanalyse zum Erhalt kulturellen Erbes einzusetzen, 2003), AMOK "Alternative Modelling Of Knowledge Ontologies - Approaches from Structure to Process" (Gezielte Verknüpfung philosophischer Strukturierungsansätze für das Wissensmanagement), Friday, Tinkerbell, mindbinder, m-ligo (4 EU STREP Anträge die zum Ziel hatten das Handy mittels moderner Matching-Technologie zum "smalltalk" mit anderen Handies zu befähigen, mit unterschiedlichen Nutzen für den Besitzer von Business Kontakten, über Collaborative Work und e-Learning zu eher spiel-inspirierten Anwendungen), BeyondText (EU STREP Antrag zur Erschließung der nicht-textuellen Information in Dokumenten)
Senior Software Engineer, Research Development Manager, von 01.08.1999 bis 31.12.2002 (danach: Consulting)
Inhaltliche Schwerpunkte: Kommerzielle Dokument-Analyse, Wissensmanagement, Dokumentretrieval, Portale
Tätigkeiten: Innovative Modulentwicklung und -betreuung für ein kommerzielles Dokumentanalyse-System, Management zweier sehr erfolgreicher, bmbf-geförderter Forschungprojekte in den Bereichen Dokumentanalyse sowie Wissensmanagement (Adaptive Read und KnowWork), d.h. Personal- und Ressourcenplanung (7,5 Personen, 5 Mio. DM Gesamtvolumen, ein wesentlicher Anteil des gesamten Firmenumsatzes), sowie die gesamte inhaltliche Steuerung und Abwicklung, erfolgreiche Neuakquisition von Förderprojekten
Interessen: Anwenderfokussierte Forschung und Entwicklung, Dokumenten- und Wissens-intensive Prozesse in industriellen Umfeldern, Klassifikation von Dokumenten anhand Tabellen, Informationsextraktion von Tabellen, Erstellung und Verwendung von Ontologien
Entwicklungswerkzeuge: C++ (MS Studio, Visual Source Safe), Compiler-Compiler-Tools (Lex/Yacc), Perl, Java
Wissenschaftlicher Mitarbeiter, 1.5.1994 - 30.4.1999
Theoretische Schwerpunkte: Objektorientierte und Multimedia Datenbanken, Webtechnologie, Agenten, Mediators, Wrapper, Dokument-Analyse, Electronic Publishing, SGML/XML, Terminologische Wissensrepräsentation, Ontologien, Problem Solving Methods, Pattern Matching, Parsing, Formale Sprachen, Automatentheorie
Tätigkeiten: Projekt READ: Dokumentanalyse und Dokumentverstehen (Erfolgreiches bmbf gefördertes Forschungsprojekt eines Konsortiums mit Partnern der deutschen Großindustrie, der Großforschung und von Universitäten): Eigenverantwortliche Abwicklung des Projektes für IPSI, d.h. Koordination von Budget, Deliverables, Meetings, Gästen, Reviews. Dafür parallel bis zu 3 studentische Mitarbeiter (zuzüglich Praktikanten) angeworben und angeleitet.
Projekt automotive Konzern: Informationsbrokering und XML (Bilaterales Technologietransferprojekt, Consulting): Studie und Demo über die Einsatzmöglichkeiten von XML und der verwandten Standards für Informationsbrokering Anwendungen in mobilen Endgeräten (Telematik)
Interessen: Software Engineering - Design, Qualität und Skalierbarkeit von Information und Werkzeugen, Cognitive Science - Informationstechnik als Mittel menschlichen Reasonings, Human Computer Interfaces - Repräsentation und Kommunikation von Information
Entwicklungswerkzeuge: Compiler-Compiler-Tools (Lex/Yacc, ICA, PCCTS, ELI etc.), C++ (Sniff, Xemacs, libg++, Templates), Perl (CPAN)
Weiteres:Doktorand, 1.4.1993 - 30.4.1994
Lehre: Stochastik ("Biometrie"), Rechnernetze, Datenbanken
Projekt: Medizinische Dokumentation, IDEAS - Relationales dBase-Mehrplatz-Datenbanksystem im Novell Netzwerk, (Kooperation mit Kinderkardiologie und Innere Medizin II, Klinikum Aachen)
Fachpraktikant, 14.10.1991 - 17.1.1992
Projekt: Entwicklung eines Modems für einen Großbetrieb des öffentlichen Nahverkehrs zur Anbindung von Rechnern in Omnibussen an den Zentralrechner
Tätigkeiten: Erstellung von Referenzdatentelegrammen, Hardware Debugging (Analog und Digital, Incircuit Emulation) und Software Debugging (IBM Assembler), Hochfrequenz Schaltungen, Usability