Stoffübersicht für die Klausur
"Wissensbasierte Systeme"
im Studiengang Wirtschaftsinformatik
Sommersemester '99 - BA Mosbach
Für die Klausur werden alle Hilfsmittel erlaubt; überschätzt
den Nutzen nicht !
Kapitel 1: Einführung in die KI
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Wissen: einige Definitionsversuche und Charakterisierungen
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Wissen: Anwendungsgebiete (grobe Zielsetzung, Probleme, Ansätze) und
Techniken (grobe Beschreibung)
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Können: Abschätzung der Sinnhaftigkeit von KI-Methoden für
bestimmte Probleme
Kapitel 2: Einführung Expertensysteme
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Wissen: Zielsetzung, Grundcharakteristika, Verwendungsgebiete, Funktionsspektrum,
Systemkomponenten und ihr Zweck, Methodenüberblick
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Können: Abschätzung der Notwendigkeit und der Machbarkeit von
XPS-Methoden in bestimmten Problemsituationen
Kapitel 3: Suche als Problemlösemethode
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Wissen: Darstellung von Problemen als Suche
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Wissen: Grundidee, Zusammenhang und Grobcharakterisierung der behandelten
Suchverfahren: Breitensuche, Tiefensuche, schrittweises Vertiefen, Bestensuche,
A*, Gradientenmethode, Simulated Annealing
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Wissen: Begrifflichkeiten Heuristik, Vollständigkeit von Suchverfahren,
zulässige Heuristiken, Güte von Heuristiken, Eigenschaften von
A*
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Wissen: Bergsteigermodell für kombinatorische Optimierungsprobleme,
Beispielprobleme, Problem mit heuristischen Suchverfahren
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Können: Problemformulierung als Suchproblem, Durchführung einfacher
Suchverfahren, Durchspielen kompexer Verfahren nach Vorgabe
Kapitel 4: Constraints als Suchverbesserung / Wissensrepräsentation
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Wissen: Grundidee der Wissensdarstellung und Wissensnutzung mit Constraints,
Darstellung als Constraintgraph, Nutzung für die Suche, mögliche
Einsatzgebiete, Idee der Constraintpropagierung, Klassifizierung von Optimierungsmöglichkeiten,
Ansatzpunkte und Grundidee für Optimierungen (Kantenkonsistenz, forward
checking, Heuristiken für Variablenauswahl und Werteauswahl: most
constrained variable heuristics / least constrained variable heuristics)
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Können: Probleme als Constraintgraph darstellen oder gegebene Constraints
formalisieren
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Können: Constraintpropagierung durchführen
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Können: Constraintprobleme nach Vorgabe als Suchproblem lösen
Kapitel 5: Wissensrepräsentation / KI-Programmierung: Produktionsregeln
und OPS5
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Wissen: Grundidee und beispielhafter Einsatz von Vorwärtsregeln, konkretes
Beispiel des OPS5-Interpreters, Datenelemente und Regeln, Matching, Aktionen,
Recognize-Select-Act Cycle, Konfliktlösung in OPS5
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Können: einfache OPS5-Programme verstehen und ihre Funktion beschreiben,
nach Vorgabe OPS5-Programme schreiben, Modifikation gegebener OPS5-Programme,
Programmlauf durchspielen mit gegebener Konfliktlösestrategie
Kapitel 6: Wissensrepräsentation / KI-Programmierung: Aussagenlogik,
PL1, Prolog
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Wissen: Syntax und Semantik der Aussagenlogik, Modelle, Erfüllbarkeit,
Allgemeingültigkeit, Tautologien, semantische Äquivalenz, Umformungsregeln,
Literale und Normalformen
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Können: Beschreibung gegebener Sachverhalte in Aussagenlogik
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Können: Semantik komplexer Aussagen durch Wertetabellen bestimmen,
Umformungsregeln anwenden, Allgemeingültigkeit durch Wertetabelle
oder Umformungen beweisen, Ableitung der Normalform aus der Wertetabelle
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Wissen: semantische Folgerung, Satz 4.1. von Socher mit seinen Implikationen,
Klauseln und Klauselform und ihr Zweck, Resolvente und Bedeutung, Resolution
als Verfahren und ihr Zweck, Vollständigkeit und Korrektheit der Resolution
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Können: Beweis der Folgerung durch Wertetabelle, Darstellung aussagenlogischer
Formeln als Klauselmenge, eine / alle Resolventen finden, einen aussagenlogischen
Resolutionsbeweis durchführen
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Wissen: Unzulänglichkeiten der Aussagenlogik, Steurerungsproblem bei
Resolutionsbeweisen
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Wissen: Übergang von der Aussagenlogik zur Prädikatenlogik erster
Ordnung, Unifikation als zusätzlicher Schritt bei der Resolution,
Grenzen der PL1
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Können: einfache Sachverhalte in PL1 formulieren
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Können: Unifikationsalgorithmus durchspielen
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Können: Resolventen in der PL1 bestimmen
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Wissen: Prolog als Programmierung mit Hornklauseln, Grundvorgehen eines
rückwärtsverkettenden Regelinterpreters, Implementierung der
Resolution in Prolog, fehlender Occur Check, Implementierungsunvollständigkeit
bei Prolog, Cut, Prolog-Charakteristika für die KI-Programmierung,
Vergleich Prolog-OPS5, Vergleich Prolog-PL1, Unzulänglichkeiten der
PL1 für die Wissensrepräsentation
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Können: Verstehen und Beschreiben einfacher Prolog-Programme, Modifikation
nach Vorgabe, Durchspielen der Anfrageverarbeitung, Rekursion z.B. für
mathematische Probleme nach Vorgabe nutzen, Symbolverarbeitung und Mustererkennung
nach Vorgabe einsetzen, außerlogische Konstrukte (assert, retract,
cut) und Interpretereigenschaften (Reihenfolgeabhängigkeit und Tiefensuche)
beschreiben und ihren Einsatz verstehen können, einfache Sachverhalte
in Prolog umsetzen können
Kapitel 7: Wissensrepräsentation: Strukturierte Darstellungen (Frames,
Semantische Netze)
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Wissen: Motivation und Darstellungsgrundvorrat von Frames und Semantischen
Netzen, Nutzung in komplexen Systemen und Anfragemöglichkeiten, Zusammenhang
von Repräsentationsmechanismen (Frames und Netze, Netze und PL1/Prolog)
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Können: Sachverhalte in Frames / mit semantischen Netzen beschreiben
können, semantische Primitive sinnvoll einsetzen, Sachverhalte differenziert
zerlegen, Einsatzmöglichkeiten von if-added / if-needed / if-removed
Dämonen erkennen, Fragebeantwortung in Frame-/Netz-Darstellungen
simulieren
Kapitel 8: Wissensrepräsentation: Unsicherheit und Vagheit
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Wissen: Quellen und Klassen von Unsicherheit und Vagheit, Einsatzbeispiele
in XPS
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Wissen: Theorem von Bayes als statistisches Modell, Nutzungsmöglichkeit,
Intuition, Grenzen und Probleme, Voraussetzungen (Vollständigkeit
und Disjunktheit der Diagnosenmenge)
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Können: natürlichsprachlich oder tabellarisch beschriebene Sachverhalte
für den Einsatz des Satzes von Bayes formalisieren und die Formel
von Bayes sinnvoll anwenden, Interpretation des Ergebnisses, Anwendbarkeit
prüfen
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Wissen: Sicherheitsfaktoren als pragmatische Lösung, Grundidee und
Motivation, Darstellung, Verwendung in Regelsystemen, Verrechnungsschema,
Interpretation
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Können: Beispielrechnung für die Einbettung in Regelsysteme
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Wissen: Fuzzy-Ansätze für die Darstellung vager Begriffe / Sachverhalte,
Fuzzy-Zugehörigkeitsfunktion, Verrechnungsschema, Idee der Fuzzy-Steuerung
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Können: Einsatzmöglichkeiten für Fuzzy-Technik erkennen,
mögliche Membership-Funktionen angeben
Kapitel 9: Zusammenfügen der Teile am Beispiel Diagnose
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Wissen: Grundbegriffe der Diagnose und ihr Zusammenhang, Beschreibungsrahmen
für die wesentlichen Begriffe, Fehlersuchpläne als prozedurale
Variante (Idee und Interpretation, Implementierungsansatz, Problempotential),
Interpretationszyklus und Architekturmodell der modellorientierten Diagnose,
Zusammenhang zwischen Formelauswertung und Suchsteuerung, Funktionalität
von Erklärungskomponenten
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Können: geeignete Implementierungsansätze oder Optimierungen
erkennen, Erweiterungen mit vorgestellten oder neuen Techniken durchdenken
können
Allgemein: immer: wie hängen die Teile zusammen?