Sehr geehrter Herr Abecker

Besten Dank für Ihre schnelle und ausführliche Antwort. Mir ist klar, dass
ich mit der Kopie einer Publikation kein "Proposal für ein Tutorium "
lieferte. Allerdings wollte ich erst einmal Ihr Interesse für meinen
KM-Nischenansatz wecken. Hier also die Nachlieferung:

1. Kommentar zum Thema "Eigenwerbung"
Ich gebe unumwunden zu, dass bei meinen Präsentationen Wasser auf meine
Mühlen giesse. Allerdings nehme ich in Anspruch, dass das KEEP-Modell
dermassen transparent ist, dass es problemlos von Organisationen in
Eigenregie praktiziert werden kann. Bedingung ist allerdings, dass ein
Projektleiter mit dem notwendigen Fähigkeitsprofil freigestellt werden kann.

2.  Begründung MB:  Bei diesem Tutorial sollte der Beitrag der WM-Disziplin
zur Erweiterung des klassischen Instruments des Coaching klar
herausgearbeitet werden, da ansonsten bei den Praktikern der  Eindruck
entsteht, man würde ein altbewährtes Instrument nur mit dem  Label "WM"
versehen.

Die signifikanten Unterschiede zwischen dem KEEP-Ansatz und dem klassischen
Coaching sind:
- Senioren und Junioren sind nie in einer Linienverbindung.
- Senioren und Junioren treffen sich nicht nur zu einem periodischen
Austausch: Der Senior arbeitet einen abgesprochenen Teil seiner Zeit
projektbezogen zusammen mit dem Junior.
- Die periodische Bewertung der Projektarbeit obliegt dem Linienvorgesetzten
des Juniors.

3. Gliederung des Tutorials
Dazu lege ich Ihnen das File SRT-Dia.pdf bei.  Dieses verwende ich bis anhin
für Kurzpräsentationen. Das Dia Nr. 4 zeigt auf, warum die Sicherung des
impliziten Wissens ein zunehmend wichtigeres WM-Thema wird: Noch immer
dominiert der "Pillenknick" die Personalbedarfsdeckung, woraus der
unsägliche Begriff "War for Talents" entstanden ist. Das effektive
demografische Problem ist jedoch die Nachkriegsgeneration (Babyboomers mit
Jahrgang 1945+), welche in absehbarer Zeit auf die Pensionierung zugeht. In
dieser Generation sind viele arbeitsplatztreue Mitarbeitende vertreten,
deren menschengebundenes Wissen innerhalb der nächsten Dekade verloren gehen
wird. Anstelle einer marketingorientierten Präsentation des KEEP-Modells
könnte der Titel des Tutorials "Wissenssicherung: Die demografische
Zeitbombe tickt!" (vielleicht etwas weniger reisserisch) lauten.

4. Bewertung des KEEP-Ansatzes
Auch ich habe schon Beurteilungen des KEEP-Ansatzes von Meinungsbildnern aus
Hochschule und Wirtschaft eingeholt. Auf Seite 11 der Beilage sind diese
dokumentiert.

Damit sind meine Argumentationen komplett. Ich hoffe, dass sich damit die
50/50%-Chance signifikant verschieben wird. Ihnen wünsche ich eine gute Zeit
und mir einen positives Feedback von Ihnen.

Mit einem herzhaften Grüezi aus Affoltern (30 km von Luzern entfernt)

-- Thomas Auer
Auer Consulting & Partner
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CH-8910 Affoltern am Albis
Tel. +41 - 1 - 760 39 39
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