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c't 16/97, S. 22 

Noch mehr falsche S3-Karten

Nachdem wir bereits in Ausgabe 14/97 über gefälschte S3-Grafikkarten zu berichten hatten, rollt offenbar eine neue Fälschungswelle auf den deutschen Markt. 

Es handelt sich um PCI-Karten mit 2 MByte (EDO) Bildspeicher, die angeblich mit dem Grafikchip S3 Trio64V2/ DX bestückt sind. Tatsächlich ist jedoch der billigere IGA1682 des Herstellers IGS Technologies Inc. (Integraphics Systems) mit nachgemachter S3-Beschriftung aufgelötet.Der Schwindel fliegt auf, wenn man versucht, statt der mitgelieferten Treiber die Originalsoftware von S3 zu verwenden. 

Die gefälschten Grafikkarten stammen laut Herkunftskennzeichnung aus China. Ein betroffener Händler gab an, die Karten von dem deutschen Großhändler Seditec aus Hamburg bezogen zu haben. Ein Sprecher der Firma räumte gegenüber c't zwar ein, es habe eine größere Zahl von Reklamationen wegen der gefälschten Karten gegeben, weigerte sich aber, Angaben über seinen Lieferanten und die bezogene Menge zu machen. Zur Begründung sagte er, die Preisgabe dieser Informationen würde einer zufriedenstellenden Regelung mit dem Lieferanten im Wege stehen. 

Ob in Ihrem Recher eine gefälschte S3-Karte arbeitet, können Sie leicht mit unseren Programm CTPCI (Version 3.02.00) feststellen: Meldet die Software `Vendor=S3 Incorporated´, so können Sie beruhigt sein. Lautet die Meldung jedoch `Vendor=IGS Technologies Inc. (Integraphics Systems)´, so handelt es sich um ein Exemplar aus der neuen Serie; die bereits vor einigen Wochen aufgetauchten Fälschungen werden mit `Vendor=Sigma Design Corporation´ entlarvt. 

Falls Sie eine gefälschte Grafikkarte gekauft haben, sollten Sie so schnell wie möglich bei Ihrem Händler reklamieren. Geschieht das innerhalb der gesetzlichen Gewährleistungsfrist von sechs Monaten, so hat der Händler kaum eine Möglichkeit, den Umtausch gegen eine echte S3-Karte zu verweigern. (gs

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[Home]  Copyright Verlag Heinz Heise. Zuletzt aktualisiert von Hajo Schulz, 17.12.97