Vorlesung "Wissensbasierte Systeme"
für die Fachrichtung Informationstechnik
im Sommersemester 2002 (TI99)
Vorlesungstermine:
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Donnerstag, 21. März 2002 13.00 - 16.15 Uhr (KI-Einführung,
XPS-Einführung)
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Montag, 25. März 2002
9.00 - 13.00 Uhr (Suche, Constraints)
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Montag, 08. April 2001
9.00 - 13.00 Uhr (Aussagenlogik)
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Montag, 22. April 2001
9.00 - 13.00 Uhr (etwas PL1 + Prolog, Vorwärtsregeln,
Semantische
Netze + Frames)
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Montag, 06. Mai 2001
9.00 - 13.00 Uhr (Exkurs Ontologien&Semantic Web,
Unsicherheit + Vagheit)
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Montag, 27. Mai 2001
9.00 - 13.00 Uhr (Zusammenfassung - Bau von Diagnosesysteme,
Schlußbemerkungen)
Vorlesungsthemen:
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Überblick Themen und Techniken der KI
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Motivation und Grundansatz, Teilgebiete und Basistechniken
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Die Darstellung in der Vorlesung verwendet Folien von Hättenschwiler
und von Hinkelmann.
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Eine Obermenge dessen, was wir in der Vorlesung hören werden, findet
sich im folgenden
PDF-File (ca. 400 KB).
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Wer weitergehendes Interesse am Thema hat, kann sich beispielsweise auch
einmal die Überblicksfolien
von Prof. Gottlob (TU
Wien) anschauen.
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Überblick Aufbau und Ziele von Expertensystemen
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Definitionsversuch, Merkmale typischer Aufgabenstellungen, Klassifikation
von Aufgabenstellungen (analytisch - synthetisch, automatisch - assistierend
- überprüfend)
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Anwendungsgebiete (Diagnose, Klassifikation, Konfiguration, Planung, Design;
Tutoring, Entscheidungsunterstützung, Datenanalyse, Prozeßkontrolle)
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Grundansatz (Wissensrepräsentation + Inferenz + Problemlösemethode)
und generische Architektur
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Meine Folien zum Thema als PDF-File
(118 KB).
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Zum Nachlesen: Eine gute Darstellung wurde von Gerald
Reif im Rahmen seiner Diplomarbeit an der TU Graz elektronisch zur
Verfügung gestellt. Dort findet sich als Bestandteil eine komplette
Einführung in Expertensysteme, die den Stoff unserer Veranstaltung
in großen Teilen überdeckt. Eine Kopie dieser Darstellung
gibt's hier. Relevant hiervon für uns zuerst einmal die Teilkapitel
6.1 bis 6.6.
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Schwache Problemlösemethoden: Suche
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Problembeschreibung als Suchproblem (Beispiel Weinkrüge, Schach)
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Uninformierte, systematische Suchverfahren: Tiefensuche, Breitensuche,
Iterative Deepening
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Informierte, heuristische Suche (Beispiel Schiebepuzzle)
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Die Algorithmen und Beispiele zum ersten Teil stammten aus dem Buch von
Socher-Ambrosius/Heinsohn. Dazu gibt es folgenden (allerdings weit umfassenderen)
Foliensatz
(PDF, 98 KB) von Rolf Socher-Ambrosius (relevant so etwa die Seiten 9-22).
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Fragestellung der Suche mit Kosten und Optimierungsziel: Beispiel Graphensuche
(kürzester Weg). An diesem Beispiel wurden ganz knapp die Prinzipien
der Branch&Bound-Suche, der dynamischen Programmierung und der heuristischen
Suche mit Restkostenunterschätzung vorgestellt. Alles zusammen ergibt
den A*-Algorithmus.
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Eine gute Darstellung, die am Buch von Winston orientiert ist, wurde von
Gerald
Reif im Rahmen seiner Diplomarbeit an der TU Graz elektronisch zur
Verfügung gestellt. Das Stück zum Thema Suche
zur Problemlösung findet sich hier. Eine lokale
Kopie dieses Kapitels habe ich hier.
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Als weitere Komplikation wurde die Problemklasse der kombinatorischen Optimierungsprobleme
identifiziert (Merkmale, Beispiele, Komplexität). Hier kann der Ansatz
des A*-Verfahrens nicht mehr greifen, weil man die zulässige optimistische
Schätzfunktion nicht mehr findet. Lösungsansätze haben entweder
das Problem der lokalen Optima usw (Beispiel Hill-Climbing) oder bauen
häufig Elemente der randomisierten Suchen ein. In aller Kürze
wurden die Ideen der genetischen Algorithmen und des Simulated Annealing
angesprochen.
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Schwache Problemlösemethoden: Constraints
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Begriffe und Definitionen am Beispiel n-Damen Problem
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einfacher Backtracking-Algorithmus mit seinen Ineffizienzen (Bedeutung
der Variablenauswahl und lokal schon inkonsistenter Werte am Beispiel)
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allgemeine Heuristiken für Variablenauswahl und Werteauswahl
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Constraint-Propagierung zur Herstellung lokaler Konsistenz schon vor der
Suche (Beispiel Kreuzworträtsel)
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Anmerkungen zum praktischen Einsatz (Konfiguration, Scheduling, Arbeitsplanung,
Timetabling-Probleme, dort Möglichkeiten für domänenspezifische
Heuristiken, Constraint-Programmiersprachen und -libraries)
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die Darstellung war am Buch von Socher-Ambrosius/Heinsohn orientiert
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Zum Weiterlesen: Eine gute Darstellung wurde von Gerald
Reif im Rahmen seiner Diplomarbeit an der TU Graz elektronisch zur
Verfügung gestellt. Dort findet sich als Bestandteil eine komplette
Einführung in Expertensysteme, die den Stoff unserer Veranstaltung
in großen Teilen überdeckt. Eine knappe Einführung zur
Idee der Constraints
als Repräsentationsformalismus findet sich hier (offensichtlich stark
am Buch von Puppe orientiert).
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viele Links zu Grundlagen und einige Beispiele für die Anwendung von
Constraints finden sich in den Lehrveranstaltungen der TU München,
z.B. bei Slim
Abdenadher
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Wissensrepräsentation und Inferenz: Aussagenlogik
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Definitionen und Grundlagen, Syntax, Semantik, Interpretation, Modell,
Erfüllbarkeit, Tautologie, Semantische Folgerung
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Resolution als Kalkül (Beispiel Abtrageverfahren)
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Wissensrepräsentation und Inferenz: Von PL1 zu
PROLOG (das hatten wir nur in aller Kürze gestreift)
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Vorwärtsregelsprachen
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Handouts
dazu in PDF (199 KB)
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wer etwas mit Produktionsregeln herumspielen möchte, sollte sich einmal
die CLIPS-Homepage anschauen
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die "klassische" Darstellung von OPS-5 findet sich immer noch bei Peter
Jackson "Expertensysteme" (auf der CLIPS-Homepage ist allerdings auch umfassende
Dokumentation zu finden)
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Frames und Semantische Netze
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Darstellung i.w. übernommen aus Vorlesungen von Dr. Knut Hinkelmann
(FH Solothurn, CH) an der Uni Kaiserslautern und der FH Wiesbaden
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Handouts
als PDF
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Zum Nachlesen: z.B. bei Gottlob
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auch dies ganz gut von Gerald Reif beschrieben: da
ist der Link
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Exkurs: Semantic Web
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wir hatten einen Exkurs zum Thema Ontologien gemacht.
Die umfassendere Motivation (nicht die einzige, aber eine wichtige) dafür
ist das Semantic Web - dazu hier einige Links
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Methoden der Wissensrepräsentation (aus den
Themen Frames & Semantische Netze herkommend; Ontologien) und der Inferenz
(Regeln) finden in den letzten Jahren zunehmendes Interesse als Grundlage
der Vision eines "Semantic Web" für intelligente Netzdienste und -agenten
für Endanwender und im E-Commerce
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folgende Links sind gute Einstiege in diese Thematik:
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Unsicherheit und Vagheit
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Übersicht: verschiedene Arten und Ursachen von Unsicherheit
und Vagheit in wissensbasierten Systemen. Eine sehr kurze, aber die wesentlichen
Punkte umfassende Einführung zu Bayes, Fuzzy, Sicherheitsfaktoren
und anderen Techniken kann man bei Andreas
Tolk finden. Wichtig ist es, das Spektrum und die Anwendungsbereiche
von Unsicherheit und Vagheit zu kennen, von einigen Ansätzen etwas
gehört zu haben und zu wissen, daß diese Ansätze auch Einsatzvoraussetzungen,
Stärken und Schwächen haben.
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Methode 1: Bayes Theorem. Eine gute Darstellung wurde von Gerald
Reif im Rahmen seiner Diplomarbeit an der TU Graz elektronisch zur
Verfügung gestellt. Dort findet sich als Bestandteil eine komplette
Einführung in Expertensysteme, die den Stoff unserer Veranstaltung
in großen Teilen überdeckt.
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Methode 2: Sicherheitsfaktoren in Regeln. Die Darstellung dazu folgt
der von Hinkelmann. Da die Sicherheitsfaktoren mit MYCIN eingeführt
wurden, kann das Buch von Jackson ebenso als Referenz herangezogen werden.
In der Kürze der Zeit können wir das Thema nur anreißen.
Etwas mehr Details finden sich in den Handouts
als PDF.
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Methode 3: Fuzzy-Logic für vage Begriffe. Auch hier können
wir das Thema nur anreißen. Eine umfassende Einführung zur Fuzzy
Control findet sich am Fuzzy
Logic Laboratorium Linz-Hagenberg. Kernaussagen dieser Darstellung
wurden im folgenden
Foliensatz eingebunden. Hinter diesem
Link findet sich ein Beispiel (inklusive einer vollständigen Einführung)
für die Nutzung von Fuzzy-Methoden zur Entscheidungsunterstützung
in der Raumplanung.
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Zahlreiche weitere Verfahren und Erweiterungen existieren (wie Bayes-Netze
oder die Evidenztheorie nach Dempster-Shafer). Diese werden bei Puppe kurz
angerissen, bei Socher-Ambrosius & Heinsohn, M.M. Richter oder Russel
& Norvig im Detail beschrieben.
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Abschluß
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kurze Wiederholung der Dinge, die wir bis jetzt durchgenommen haben
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Zusammenfügung der Teile am Beispiel Expertensysteme für die
Diagnose
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kurzer Abriss, was alles dazugehört, aber nicht in die Vorlesung gepaßt
hat (Wissensakquisition, XPS-Projektmanagement, XPS-Software-Technik etc)
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kurzer Ausblick, was es in der KI sonst noch gibt, aber nicht mehr in die
Veranstaltung gepaßt hat (Maschinelles Lernen, Data Mining, Fallbasiertes
Schließen, Subsymbolische KI - Neuronale Netze, Intelligente Agenten,
Wissensmanagement)
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das alles in aller Kürze auf
diesen Folien (1.3 MB).
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Zum Weiterlesen: wer noch etwas Interesse an Anwendungen der vorgestellten
oder weiterführender Methoden hat, kann sich z.B. die entsprechenden
Foliensätze einmal anschauen:
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Beispiel für die Grenzen der heutigen KI-Implementierungen: Automatische
Dialogsysteme :-)