Reisebericht EKAW-97

Andreas Abecker

10th European Workshop on Knowledge Acquisition, Modeling, and Management
Sant Feliu de Guixols, Catalonia, Spain, October 1997

Proceedings bei mir einsehbar, Springer LNAI 1319, Editors: Enric Plaza & Richard Benjamins

Alle Einschätzungen dieses Berichts sind meine Privatmeinung und können beliebig falsch sein !


Überblick:


Tagungsinhalte

Die Community zu Wissensakquisition, -modellierung und -management entspringt der Wissensakquisition für Expertensysteme, ist mit ihren Modellierungsmethoden, ihrer Betonung menschlicher/psychologischer Aspekte und ihrem pragmatischen Grundansatz allerdings zu vielen neuen Ufern unterwegs, insbesondere Unternehmens- / Geschäftsprozeß-Modellierung, CSCW und Internet.

Die angenommenen Papiere und das Programm sind beim CSIC zu finden.

Die Community beginnt zwar lagsam zu begreifen, daß es Gebiete gibt, wo sie sehr viel Impact mit ihren Methoden haben könnte (s.o.), dennoch waren die zwei stark dominierenden Hauptthemen klassisch für Knowledge Engineering für wissensbasierte Systeme:

Ansonsten gab es noch einige Spezialthemen einzelner Teilnehmern, viel Community Work und drei Vorträge zum Knowledge Management, wo wir auch KARAT vorstellten. Ich bin sicher, daß Knowledge Management einer der kommenden hot topics ist, aber viele haben das noch nicht bemerkt. Das Thema ist noch völlig ungeprägt, so daß man hier durch massives Auftreten auch aktiv gestaltend eingreifen kann. Allen drei Vorträgen merkte man den "Werkstatt"-Charakter auch noch an; wenn es einen gemeinsamen Tenor über Merkmale des Knowledge Management schon gibt, dann war der hier: (i) Orientierung an Geschäftsabläufen anstatt akademischen Problemen (ii) Bedeutung von Dokumenten und der formal-informal Behandlung.


Invited Talk:

Collaborative Knowledge Management: Building Organizational Memory through On-line Knowledge Work

(Tom Gruber)

Gruber (vormals Stanford, jetzt Intraspect Inc.) hielt einen schönen motivierenden Vortrag, der die Bedeutung von Knowledge Management herausstellte, Charakteristika eines Corporate Memory beschrieb, die Nützlichkeit stark formaler Methoden (insbes. Ontologien) für Aufbau und Unterhaltung eines CoMem bestritt und als Gegenposition das Intraspect Tool vorstellte.

Grundelemente von Collaborative Knowledge Management:

New role for Ontologies in KM:

Properties of a Group Memory:

Paradigm nudge: new way to work

Tired Wired
collaboration around conversations           collaboration around shared content      
authoring & publishing capture knowledge as you work
organizational charts & workgroups ad-hoc just-in-time tiger teams


Knowledge Annotation Initiative of the Knowledge Acquisition Community (KA)^2

Um das WWW als "Wissensbasis" betrachten zu können, muß eine Anfragemaschine "intelligente Suche" (d.h. immerhin mit Inferenzen auf der Basis einer rudimentären Hintergrundtheorie) und in gewissem Ausmaß Beantwortung von Fragen erlauben. Die (KA)^2 Initiative will dies ermöglichen durch semantische Annotation mit Tags, deren Semantik und Interpretation in einer Ontologie festgelegt ist. Da sich eine solche Ontologie für "die ganze Welt" nicht erstellen und warten läßt, sollen Gruppen, die genügend klein sind, um das "social commitment" einer gemeinsamen Ontologie zu erzielen, sich gemeinsam aufgrund desselben Vokabulars annotieren. Das Denkmodell wird exemplarisch für die Gruppe der Forscher auf dem Gebiet der Knowledge Acquisition (Knowledge Engineering, Knowledge Management, ...) durchgespielt. Wer sich der Community zugehörig fühlt, wird gebeten, auch seine eigenen Web-Pages dementsprechend zu annotieren.

Ausser der Einführung und einem ersten Papier zum Thema gibt es Anleitung und Beispiel zur Web-Page-Annotation.


Zusammenfassung

Ich folge mal Nathalie Aussenac's Zusammenfassung:

Evolutions:

Surprises:

Questions:

Perspectives:

Interessanter Punkt von Enrico Motta:

Es fehlen die Flagship Applications. Daher schnell aufspringen:

Drei Punkte von Rudi Studer:


Nächste EKAW

EKAW-99 18-21 Mai 1999 (Di bis Fr) auf Schloß Dagstuhl, Organizer: Studer & Fensel