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NutzungUndErweiterungDesMultiDesktopParadigmasZurUnterstüzungHäufigerKontextwechselBeiWissensarbeitern

Diploma Thesis Moritz Plössl

Überblick

Im Rahmen dieser Arbeit soll gezeigt werden, wie sich das Multi-Desktop- Paradigma nutzen und erweitern lässt, um Wissensarbeiter bei häufigen Kontextwechseln, während ihrer Arbeit, zu unterstützen. Wissensarbeiter sind häufig an mehreren Projekten beteiligt und mit verschiedenen Aufgaben betraut. So beschäftigt sich ein Wissensarbeiter im Laufe eines Arbeitstages mit mehren verschiedenen Aufgaben. Oft sind diese unabhängig oder stehen nur in einer abstrakten Beziehung zu einander. Beispiele für solche Aufgaben sind:

  • Das Schreiben eines Artikels im Wiki eines Projektes
  • Das Erarbeiten eins Projektantrages
  • Das Organisieren eines Workshops
  • Das Programmieren eines Moduls

Betrachtet man die Aufgaben, die der Wissensarbeiter bearbeitet genauer, so sieht man, dass die Aufgaben aus mehreren verschiedenen Tätigkeiten bestehen können. Zum Ausführen dieser Tätigkeiten benötigt er, verschieden Applikationen, um Daten zu manipulieren oder zu betrachten. Am Beispiel „Schreiben eines Artikels“ sind dies z. B. ein Browserfenster zur Literaturrecherche im Internet, ein Programm um Artikel zu lesen, ein Werkzeug zum Verwalten der gefundenen Literatur, ein weiteres Browserfenster zum Bearbeiten seinen eigenen Textes, ein Programm zu erstellen von Grafiken usw. Für die anderen Beispielaufgaben lassen sich ähnliche Listen erstellen.

Jede dieser Aufgaben hat ihren eigenen Kontext, der mehr Elemente berücksichtigt, als nur die Anwendungen und Daten, die zum Bearbeiten der Aufgaben am Computer benötigt werden. So enthält der Kontext einer Aufgabe unter anderem Themen, Personen, Orte u. ähnl., die mit der Aufgabe in Beziehung stehen. Wechselt der Wissensarbeiter zwischen seinen Aufgaben, so nimmt er nicht nur einen Aufgabenwechsel vor, sondern es ändert sich auch der Kontext, in dem er sich befindet. Man kann also auch davon sprechen, dass der Wissensarbeiter einen Kontextwechsel vorgenommen hat. Auf der Fensterebene führt das Wechseln zu einer anderen Aufgabe oder das Beginnen eine neue Aufgabe dazu, dass der Wissensarbeiter die Wahl hat, alle Fenster, die zu einer Aufgabe gehören, zu schließen oder sie geöffnet zu lassen. Zweites führt dazu, dass nach mehreren Wechseln eine unüberschaubare Anzahl an Fenstern und Applikationen vorhanden sind. Unter anderem mehrere Fenster der gleichen Applikation, die aber unterschiedliche Daten beinhalten z. B. Browserfenster, die verschiede Webseiten darstellen, die für verschiede Aufgaben benötigt werden. Werden jedoch bei jedem Wechsel alle alten Fenster und Applikationen geschlossen, so müssen sie wieder geöffnet werden, wenn derWissensarbeiter zu dieser Aufgabe zurückkehren möchte. Unter anderem können dabei Informationen verschwinden, da z. B. vergessen wurde, den Link zu einer Webseite zu speichern. Diese Informationen gehen entweder verloren oder müssen erneut beschafft bzw. gesucht werden, was zu unnötigen Mehraufwand führt.

Viele Anwender setzten Multi-Desktop-Systeme ein, um ihren virtuellen Arbeitsplatz besser zu strukturieren Ringel, 2003 uns so das ständige Öffnen und Schließen von Fenstern zu verringern. Weiterhin wird die Anzahl der Fenster auf den Desktops geringer, da sich die Menge der Fenster auf mehrere Desktops verteilt. Dies führt zu einem übersichtlicheren Desktop, der ein effektiveres Arbeiten ermöglicht.Daher liegt es nahe das Multi-Desktop-Paradigma zu verwenden, um Wissensarbeiter bei ihren Aufgaben-, Kontextwechseln zu unterstützt. Überträgt man das Multi-Desktop-Paradigma in die realeWelt und erweitert es, so kommt man zu einem Arbeitsumfeld, in dem demWissensarbeiter viele Schreibtische zur Verfügung stehen, je einer pro Kontext, die er nutzen kann, um seine Aufgaben auf diese zu verteilen. Auf den Schreibtischen verändert sich die Ordnung der Dokumente und Werkzeuge nicht, wenn der Wissensarbeiter sie verlässt, das heißt, wenn er wieder zu einem Schreibtisch zurückkehrt, sieht er noch genau so aus, wie er ihn verlassen hat. Dies ist bei heutigen (Multi-)Desktop-Systemen auf Computern nicht der Fall, wird der Computer ausgeschaltet so gehen alle Informationen über gestartete Anwendungen und Fensterkonfigurationen verloren. Ferner erlauben heutige Multi-Desktop-Systeme keine beliebige, große Anzahl an Desktops. Das heißt, das Erzeugen / Hinzufügen eines neuen Desktops ist nicht verfügbar oder wird nur selten vom Benutzer erwartet.

Wir wollen ein System entwickeln, in dem der Wissensarbeiter zu jeder Aufgabe einen Desktop erstellen kann. Hieraus kann eine große Anzahl an Desktops resultieren. Dies ist nur dann sinnvoll, wenn die Desktops persistent gespeichert werden können, sodass der Wissensarbeiter jederzeit zu einem beliebigen Desktop zurückkehren kann. Des Weiteren soll zu jedem Desktop genau ein Kontext zugeordnet werden, der zu der (auf dem Desktop) bearbeiteten Aufgaben gehört. Damit der Wissensarbeiter ein solches System benutzen kann, wird eine grafische Benutzeroberfläche benötigt, die es ihm erlaubt zwischen seinen Kontexten bzw. Desktops zu wechseln, um sich der Aufgabe, die er dort bearbeitet, widmen zu können.

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